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Mittwoch, 20. Mai 2015

Freitag, 15. Mai 2015

Typisch Chinesisch...

Heute heizen wir mal volle Kanne die Klischeetrommel an..
Auch wenn uns die letzten Monate gelehrt haben, dass es eigentlich weder typisch deutsch noch typisch chinesisch gibt, haben doch viele Chinesen ein paar Verhaltensweisen die für uns Westler doch erstmal etwas gewöhnungsbedürftig oder skurril sind.
Ich fang mal mit drei Eigenarten an, aber glaubt mir das Thema ist noch lange nicht beendet und wird weitergeführt.

1. Gewicht

Was bei uns kaum eine Frau freiwillig rausrückt, ist hier Topthema bei allen chinesischen Frauen. Einerseits wird ohne mit der Wimper zu zucken das eigene Gewicht preisgegeben ( evtl weil sie eh alle 45 Kilo wiegen) andererseits wird sich aber auch nicht zurückgehalten was das Gewicht anderer Leute betrifft. So ist es mir NICHT NUR EINMAL passiert, dass ich aus dem Urlaub zurückgekommen bin und als erstes zu hören bekommen habe, dass ich ja wirklich dick geworden sei.
Es werden auch keine schmeichelnden Worte verwendet sondern nur : dick oder fett, alternativ noch sehr dick oder sehr fett.
Aber es ist auf keinen Fall böse gemeint, neeeein...

2. Gehalt

Einen völlig fremden nach seinem Gehalt zu fragen ist hier ganz normal, das ist eine ganz legitime alltägliche Frage. So gibt es dann Gespräche im Aufzug: Wie heißt du, was machst du, was verdienst du?
Auch beim Massage-Smalltalk ist es mir schon passiert, dass direkt nach der Frage wo kommst du her und was arbeitet dein Mann kam: Ahh... und wieviel verdient er dort?
Die Frage nach dem Gehalt zielt aber nicht auf uns Ausländer, Chinesen fragen sich das ganz selbstverständlich und bekommen auch ganz offen eine Antwort darauf.

3. Egoismus

Tür vor der Nase zuschlagen, in die U-Bahn stürmen bevor jemand aussteigen kann, vordrängeln, schubsen, rotzen, Fußgänger fast überfahren, Einkaufswagen klauen... WILLKOMMEN IN CHINA
Chinesen in freier Wildbahn sind einfach manchmal unerträglich, sobald man aber mit ihnen in Kontakt ist und zu ihrem Inner Circle gehört, werfen sie die meisten Unhöflichkeiten ab und können sich plötzlich benehmen. Ein häufiger und naheliegender Erklärungsversuch ist, dass man einfach so wird wenn man permanent soviele Mitmenschen um sich hat.
Zu ihrer Verteidigung muss ich aber noch sagen, dass hier für alte Menschen immer in nullkommanix ein Platz in der Bahn freigemacht wird, dann können wir uns in Deutschland noch eine Scheibe abschneiden.





Mittwoch, 13. Mai 2015

Sprech ich chinesisch oder was?

Ein weiteres Beispiel das zeigt wie gut das mit dem chinesisch sprechen klappt:

Ort: Flughafen, Check-in Schalter

Ich: Zǎoshang hǎo (Guten Morgen)
Check-in Mitarbeiterin: Sie wollen nach Shanghai fliegen?


Mittwoch, 6. Mai 2015

Qingdao


Den Tag der Arbeit ( den es hier auch gibt ) haben wir für ein langes Wochenende in Qingdao genutzt.
In nur etwas über einer Flugstunde erreicht man Qingdao von Shenyang aus. Nachdem die ganze letzte Woche hier 30 Grad waren, wurden wir dort mit Nebel und Regen empfangen, der so stark war, dass wir aus unserem Hotelzimmer im 36. Stock einfach mal GARNIX sehen konnten, nur weiß, drei Tage lang. Und JA Nebel, kein Smog.




Ab 1897 gehörte die Stadt als Kolonie zum Deutschen Reich, zwar nur für 17 Jahre dennoch haben die Deutschen einige Spuren hinterlassen, primär was die Architektur betrifft.
Es sieht nicht direkt wie Deutschland aus, aber wie China definitiv auch nicht. Uns hat es ab und zu an ein kleines spanisches Dorf erinnert.
Aus dieser Kolonialzeit stammt auch das bekannte chinesische Bier (Tsingtao), bei einem Besuch im Biermuseum konnten wir uns auch davon überzeugen, dass die das auch richtig machen.


Ansonsten scheint Qingdao auf Platz 1 der Hochzeitsfotolocations zu sein, egal wo man hinschaut überall steht ein Paar und lässt Fotos von sich schießen, das ganze Spektakel wird dann von einer Horde Chinesen begeistert beobachtet, aber nur bis wir zwei Langnasen um die Ecke kommen, dann muss man sich entscheiden was spannender ist. 1€ für jedes Foto das von uns gemacht wurde und das Wochenende wäre refinanziert.




Der Strand hatte übrigens sogar bei schlechtem Wetter schon große Ähnlichkeit mit dem von mir letzte Woche beschriebenen Szenario...ÜBERALL MENSCHEN.
Ansonsten gibt es dort natürlich superviel Seafood direkt aus dem Meer, bei Bedarf gerne auch noch lebend. Hier lässt sich alles essen vom Seeigel bis zur Heuschrecke.
Sonntag vormittag ging dann schon unser Rückflug, sodass wir dann in Shenyang doch noch etwas gutes Wetter hatten dieses Wochenende.

Freitag, 1. Mai 2015

Auf der Mauer auf der Lauer...




Letztes Wochenende haben wir uns zu sechst mit dem Auto auf den Weg in Richtung Süden gemacht. Angepeiltes Ziel 400 km südlich von Shenyang entfernt war Shanhaiguan (山海关 wörtlich: Berg-Meer-Pass)
Dort endet die Chinesische Mauer im Meer, allerdings ist nicht alles im Originalzustand erhalten, das meiste musste leider rekonstruiert werden.
















Wir hatten Glück, die Hauptsaison hat wohl noch nicht angefangen, sodass es sowohl am Strand als auch auf der Mauer relativ leer war. 
Chinesische Strände im Sommer sollen der Horror auf Erden sein. Ihr kennt bestimmt die typischen Bilder von Horden von Chinesen mit Schwimmreifen im Meer. Genauso sieht es dort wohl im Sommer aus. Die Schwimmreifen dienen im übrigen nicht nur zu Schwimmhilfe sie werden primär dazu genutzt seine Schwimmnachbarn auf Abstand zu halten.



Danach ging es nochmal 40 km weiter in Richtung Beihaide wo unser Hotel war. Auch Beihaide ist ein typischer chinesischer Badeort im Sommer, allerdings auch hier gähnende Leere. Im Hotel hatte man wohl auch nicht mit Gästen gerechnet. Netterweise wurde nur für uns dann noch die Hotelbar geöffnet auch wenn der Getränkeschrank nur jede sechste Bestellung auf Vorrat hatte.
Ich möchte nochmal anmerken, dass wir im Sheraton geschlafen haben nicht in irgendeinem kleinen Hostel.
Dürften wir im übrigen als Ausländer auch gar nicht, weil man sich binnen 24 Stunden bei der Polizei melden muss wenn man in eine andere Stadt fährt. Die großen Hotels machen das automatisch und den kleinen ist es einfach zuviel Aufwand, deswegen ist man als Ausländer einfach nicht willkommen:)



Am nächsten Tag ging es dann weiter in das Dorf Xintaizi wo sich ein weiterer Abschnitt der Mauer befindet der Jiumenkou heißt ( 九门口 wörtlich: neun Tore, da dort die Mauer mit neun Bögen über einen Fluss geht)  
Auch hier galt wieder: Alles richtig gemacht, wir waren quasi ganz alleine auf der Mauer, dabei war perfektes Wetter mit 30Grad. Im Sommer wenn Hochsaison ist, wird es wohl kaum auszuhalten sein. So ein Spaziergang auf der Mauer ist schon ein ganzes Stück Arbeit.
Insgesamt war es ein super Wochenende, nachdem man sich die Treppen hochgeschleppt hat, wird man mit einem wahnsinnigen Blick und unfassbarer Stille belohnt, und Stille sucht man in China sonst wirklich vergeblich.

Soviel zum letzten Wochenende, dabei habt ihr diesmal auch noch was gelernt, sechs chinesische Character, ich frag dann bei Gelegenheit stichprobenartig ab.
Nächstes Wochenende fliegen wir nach Qingdao, dahin wo das bekannte Bier herkommt (Tsingtao), das übrigens die deutschen dahingebracht haben, dazu aber nächste Woche mehr, also bleiben sie dran...








Mittwoch, 29. April 2015

Hun He

Nachdem ich euch den gefrorenen Hun He im Winter gezeigt habe will ich euch meinen Besuch vor zwei Wochen, bei Sonne und mächtig Wind, nicht vorenthalten. 
Rund um den Fluss sind überall kleine Parks, Radwege und Sportplätze angelegt so dass man sich hier ganz gut die Zeit vertreiben kann. Die Chinesen sitzen am Ufer und angeln, fangen Schildkröten oder sind damit beschäftigt sich vor der Sonne zu schützen. Mit den Fahrrad kann man von uns aus wohl in beide Richtungen jeweils rund eine Stunde am Fluss entlang fahren (wird baldigst getestet, ich bin leider noch nicht im Besitz eines Fahrrads)




Montag, 27. April 2015

Schwanger oder was?

Woran erkennt man eine schwangere Frau in China? 
Am Bauch? Neeeein! An der Latzhose!
Die wird nämlich schon an Tag eins der Schwangerschaft angezogen und dann für die folgenden 9 Monate getragen.
Scheinbar nimmt man dieses geschmacklose Kleidungsstück in kauf um jedem sofort zu signalisieren: Achtung! Schwangere Frau im Anmarsch! Selbst wenn von einem Bauch noch weit und breit nichts zu sehen ist.




Donnerstag, 23. April 2015

Frühling in Schönyang

Dass es plötzlich 20 Grad wärmer geworden ist merkt man auch auf den Straßen, plötzlich spielt sich scheinbar das ganze Leben der Chinesen draußen ab.
Überall werden kleine Stände aufgebaut bei denen man alles erdenkliche kaufen kann. Ob Blumen, gegrillte Austern, Kakteen, Schmuck, Fleischspieße, Obst, Kleidung oder Haustiere, alles ist ab sofort outdoor erhältlich.


Überall entstehen kleine Grüppchen, überwiegend mit älteren Herren, die alle gebannt auf den Boden starren: Hier wird gezockt, des Chinesens größe Freude!

 Die Muddis hängen derweil die Wäsche mitten auf die Gasse.

Das Gemüse kann jetzt auch endlich wieder an der "frischen" Luft getrocknet werden.


Und die Esel bringen uns frisches Obst direkt vor die Haustür.

 Die täglichen Powernaps können jetzt auch endlich wieder draußen genossen werden.


Und der Hahn darf auch mal wieder vor die Tür, während nebenan Austern gegrillt werden.


Der "Fahrradshop" wäre dann auch offen um die Räder fit zum machen:) oder man widmet sich erstmal dem Frühlingsputz.

Montag, 20. April 2015

Zurück in China!

Nach vier Wochen in Deutschland bin ich wieder zurück im Land unserer verrückten asiatischen Freunde. Ich habe die Zeit in Deutschland sehr genossen, aber nach fast einem Monat, der Weisheitszahnentnahme geschuldet, war es dann irgendwie auch genug. Genauso schnell wie ich mich wieder an Deutschland gewöhnt habe ging das auch zurück in China. Keine zwei Stunden auf chinesischen Boden war es als ob ich nie weggewesen wäre. Meine Weisheitszähne, oder die Stellen an denen sie mal waren zicken immernoch ein bisschen rum, insofern war es schon gut die ersten Wochen nach der Op noch in Deutschland zu verbringen.


Während meiner Abwesenheit habe ich hier scheinbar den ganzen Frühling verpasst. Waren es bei meiner Abreise in Shenyang noch 0 Grad, sind jetzt schon um die 20-25 Grad. Mir kommt es vor als wäre es eine ganz andere Stadt, plötzlich ist überall auf den Straßen was los und man kann die Stadt endlich mal zu Fuß erkunden, was im Winter aufgrund der unfassbaren Kälte einfach nicht entspannt möglich war. 



Montag, 13. April 2015

Drive in China

Wenn man auf Shenyangs Straßen unterwegs ist begegnet einem allerlei lustiges und skurriles aber auch teilweise lebensgefährliches.
Ob Geisterfahrern, fahren ohne Licht, rückwärtsfahren auf der Autobahn, rote Ampeln missachten, den Bürgersteig oder die Gegenfahrbahn benutzen alles keine Seltenheit.
Dieser traurige Hühnertransport begegnete dem Jungen auf dem Weg zur Arbeit.









Und der Kollege rechts unten hat es wohl ein bisschen übertrieben, die Brücke hat er auf jedenfall nicht geschafft...




Freitag, 3. April 2015

Drive in China


Da kann doch jetzt wirklich keiner sagen die Gefahrenstelle wäre nicht ausreichend gekennzeichnet worden.

Montag, 30. März 2015

Fröhliche Hessen überall

Auf dem Mars auf dem Mond überall ein Hessen wohnt....
Ja sogar in Shenyang kommen wir in den Genuss einer hessischen Connection. So kam es letztens zu einem hessischen Abend inklusive Handkäs mit Musik und Schobbe (eigentlich war es Cidre, aber man wird ja Genügsam hier)
Vermutlich war das sogar einer der besten Handkäs die ich jemals gegessen habe (der wurde aber auch frisch importiert und nicht in China gekauft)
Das war großartig und skurril zugleich, schmeckt einfach direkt wie zuhause.

Freitag, 27. März 2015

Stoffmarkt Chaos



Einer der favorisierten Beschäftigungen der Expatfrauen hier ist eine regelmäßiger Besuch des Stoffmarktes. Da kann es schon mal etwas chaotisch zugehen....

Freitag, 20. März 2015

How much is the fish?



Hallo, ich hätte gerne 1 Kilo Kartoffeln, fünf Äpfel und zehn Bananen, ach und dann packen sie mir doch bitte grad noch vier Goldfische ein.

Dienstag, 17. März 2015

only hate the road when you're missing home





Wenn ihr das hier lest bin ich bereits auf dem Weg zu meinem ersten Heimaturlaub nach Deutschland. Ich werde ganze vier Wochen in Frankfurt und München verweilen und der Junge kommt auch für eine Woche mit.
Ich hab aber natürlich wieder ein wenig vorgearbeitet damit es auch während meiner Abwesenheit was zu lesen gibt.
Also bleiben sie dran...

Donnerstag, 12. März 2015

Grüße aus Flensburg!

Ja die ersten Punkte sind eingetrudelt, drei an der Zahl! Was der Junge in 15 Jahren Autofahren in Deutschland nicht geschafft hat, erledigt er hier binnen zwei Monaten.
Hier auf dem Bild seht ihr sein unfassbares Vergehen:




Fahren auf zwei Spuren! Recht haben sie... tut er, aber wenn man das in Relation zu dem Verkehr hier sieht ist es ein mega Witz.
Stellt es euch wie in Indien vor nur kälter und ohne Kühe. Kein Mensch benutzt hier einen Sicherheitsgurt, Ampelzeichen werden als Vorschlag gesehen, Lichter am Auto sind ja grundsätzlich überbewertet, Bürgersteige auch gerne von Autos benutzt, Fahrbahnlinien werden komplett ignoriert, die Autobahn auch mal in die entgegengesetzte Richtung benutzt gerne auch mit dem Fahrrad....
Aber das schlimmste das aller schlimmste sind wirklich diese Langnasen die einfach nicht komplett auf ihrer Spur sind, weil sie den Roller ( unten im Bild zu sehen ) überholen anstatt ihn einfach umzufahren.

Mittwoch, 4. März 2015

Happy New Year!



Es heißt ja immer: öffne dich der neuen Kultur, nehme Anteil an den Bräuchen und Sitten, pass dich an das neue Land an.
Haben wir getan!
Wir haben das asozialste Feuerwerk EVER gemacht. 
Wir sind jetzt leider so Feuerwerk versaut, dass wir nie wieder Spaß daran haben werden in Deutschland zu böllern.
Nachdem die Chinesen auch 10 Tage nach New Year immernoch von morgens bis abends am rumböllern sind, haben wir uns in einem Chinaböllerfachgeschäft unseres Vertrauens mit den unglaublichsten Dingen eingedeckt.
Was man hier alles kaufen kann und zu welchen Preisen ist einfach unfassbar.
Teilweise konnte man die Kisten nicht mal alleine hochheben so schwer waren sie, andere empfehlen einen Sicherheitsabstand von über 100m.


Mit ordentlich  Respekt  Todesangst haben wir uns dann Samstagnacht zu siebt auf einem leeren Platz getroffen und zwei Stunden lang ein großartiges Feuerwerk gemacht. 
Andauernder Schneefall und somit ständiges Ausrutschen beim wegrennen vor gezündeten Chinaböllern haben nicht grade zu einem sicheren Gefühl beigetragen, aber wir haben alle überlebt und es war wirklich wahnsinnig cool.
Am Ende hatten wir noch ein kleines Lagerfeuer weil unser Restehaufen Feuer gefangen hat - Made in China. In Deutschland wären wir vermutlich schon 13 mal verwarnt worden wenn nicht verhaftet - Willkommen in China.